Kartenlegen:
Der
Kartenleger ist in der Lage, mit Hilfe von
Spielkarten, die
Zukunft des
Konsultanten vorherzusagen oder Ereignisse aus Vergangenheit und
Gegenwart zu sehen.
Einige gängige
Wahrsagekarten sind
Lenormandkarten,
Zigeunerkarten,
Kipperkarten,
Engelskarten und
Tarot-Karten
oder ein gewöhnliches
Skatblatt sein.
Der Kartenleger mischt dabei das Kartendeck und legt sie in eine
bestimmten Form aus. Aus der Position der
Divinationskarten
und deren Beziehung untereinander kann der geübte Kartenleger
Ereignisse des Lebens des Fragesteller sehen, seinen Charakter
schildern, auf Fragen antworten oder bei Entscheidungsfindung
helfen.
Auch kann man mit Hilfe von
Kartenblättern wir
dem
Tarot, in sich selbst schauen.
Deutungsmöglichkeiten
Kartendecks:
Lenormandkarten
Lenormandkarten sind Wahrsagekarten, die nach Marie Anne Adeláide
Lenormand benannt sind. Marie Anne Adeláide war eine um 1800 sehr
bekannte französische
Wahrsagerin. Die Karten
selbst entstammen der Tradition der
Tarotkarten.
Sie sind vermutlich bereits im 14. Jahrhundert aus den Skatkarten
entstanden. Die 36 Karten sind sehr ausdrucksstark und aussagekräftig.
Bilder, die dem "normalen" Leben entnommen wurden, sind beim Kartenlegen
sehr hilfreich.
Da die originalen Karten der Mademoiselle Lenormand verschollen
sind, gibt heute es kein einheitliches Kartendeck, sondern viele
verschiedene, die die Interpretation des jeweiligen Künstlers
darstellen.
Zigeunerkarten
Die Zigeunerkarten gehören zu den Wahrsagekarten. Ein Kartendeck
besteht aus 36 Karten, die in 6 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch,
Italienisch, Kroatisch, Ungarisch) beschriftet sind. Hergestellt
und vertrieben werden sie von der Firma Piatnik in Wien. Die heute
erhältlichen Karten wurden um 1960 das letzte Mal leicht verändert
und aktualisiert. Name und Geschichte Der Begriff Zigeunerkarten
kam erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf, als man Wahrsagekarten
in größeren Stückzahlen herstellen und vertreiben konnte. Man
bediente sich hier ganz einfach dem mystischen Ruf der Zigeuner
als erfahrene Wahrsager und Kartenleger um den Verkauf etwas anzukurbeln.
Auch vorher gab es schon ähnliche Wahrsage- oder
Aufschlagekarten.
Zum Teil wurden sie allgemein als Lenormandkarten bezeichnet,
auch wenn sie mit den entsprechenden Originalen nicht viel zu
tun hatten.
Durch die Ähnlichkeit in ihren Bildern, Namen und Bedeutungen
werden fälschlicherweise die Kipperkarten auch oft als Zigeunerkarten
bezeichnet, bzw. mit diesen verwechselt. Sie sind aber nicht identisch.
Kipperkarten
Kipperkarten sind Wahrsagekarten, die wahrscheinlich nach Susanne
Kipper benannt sind. Sie soll die Karten um 1873 entworfen haben.
Einige Leute behaupten auch, dass der Name auf den alten Begriff
der Kipper und Wipper zurückgeht, was soviel Münz- oder Wechselbetrüger
bedeutet.
Ein Kipper-Deck besteht aus 36 nummerierten Karten, auf denen
jeweils eine Person oder ein Ereignis abgebildet ist.
Ganz typisch für die Kipperkarten sind die vielen Personenkarten,
die Menschen aus dem Umfeld des Fragestellers darstellen, bzw.
auch Charaktereigenschaften oder Situationen in denen er sich
selbst befindet. Geschichte
1890 erschienen sie zum ersten Mal bei Matthias Seidlein in München.
Sie sind bis heute in ihrer ursprünglichen Gestaltung erhältlich
und weisen in ihren Bildern, Namen und Bedeutungen große Parallelen
zu den sogenannten Zigeunerkarten auf, sind mit ihnen jedoch nicht
identisch.
1920 gingen die Rechte an den Karten an einen anderen Verlag über.
Durch einen technischen Fehler bei der Übernahme werden die Bilder
seitdem seitenverkehrt wiedergegeben. Seit einigen Jahren gibt
es auch eine vollständige Neuillustration der Karten, welche die
verkehrten Seiten wieder umgedreht hat. Viele Kartenleger arbeiten
jedoch lieber mit den Originalen.
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